Ich interessiere mich schon seit längerem für das Thema mentale Gesundheit, nicht erst seit meinem Burnout. Ich finde es nicht immer einfach, die Balance zu finden zwischen eigenen Ansprüchen, Ansprüchen von aussen und dem ganzen Chaos, das sich Leben nennt (und das manchmal auch wunderschön ist).
Je offener ich darüber spreche, desto mehr merke ich, dass ich damit bei weitem nicht die einzige bin. Und genau so wie uns grossen Menschen geht es auch den kleinen. Ich würde behaupten, dass ein Grossteil der Belastung der Lehrpersonen nebst dem System auch damit zu tun hat. Mindestens fünf Kinder in meiner Klasse haben sehr starke Konzentrationsschwierigkeiten. Aggressionen und Traurigkeit begegne ich jeden Tag. Und damit will ich nicht sagen, dass diese Emotionen nicht sein dürfen, aber ich sehe, wie die Kinder (und ja, auch wir Lehrpersonen) darunter leiden.
Immer wieder höre und lese ich, dass die Schule nicht nur Rechnen und Lesen sondern eben auch lebenswichtige Dinge wie Gärtnern, Steuererklärung ausfüllen oder eben mentale Gesundheit thematisieren soll. Das kann ich fast nicht mehr hören, denn wer solche Aussagen tätigt, war wohl zuletzt vor mehreren Jahrzehnten in der Schule. Viele (staatliche) Schulen haben einen Garten und über Emotionen wird bereits im Kindergarten gesprochen.
Nur ist es so: Ich habe viele verschiedene Therapien gemacht und was mir am meisten geholfen hat, ist nicht das Reden, sondern die Arbeit mit dem Körper. Ich kann noch lange darüber reden, dass ich gerne entspannter und gelassener wäre – erst wenn ich die Entspannung und Gelassenheit in meinem Körper spüre, verändert sich etwas.
Ich habe seit längerem versucht, das in meinen Unterricht zu integrieren, wusste aber manchmal nicht recht, wie genau. Natürlich gibt es auch hier Tausende von Ideen und Broschüren im Internet. Das Problem ist selten das fehlende Angebot. Doch nichts passt genau, alles sind nur Fetzen an brauchbarem Material. Sich durchzuwühlen und etwas Eigenes daraus zu erstellen, ist anspruchsvoll und benötigt viel Zeit, die ich erstens nicht habe und die zweitens nicht bezahlt wird.
Item. Ich brauchte jemand, der sich damit auskennt. Und genau so eine Person habe ich gefunden. Jetzt folgt ein komplett unbezahlter Werbeblock: Ich war einen halben Tag bei Eliane Mathys im Yoga-Studio und kam danach mit einer Handvoll pfannenfertiger Ideen, Audio-Dateien und vor allem neuem Elan heraus.
Die letzten zwei Wochen habe ich die Übungen eingeführt und Unglaubliches erlebt. Damit will ich nicht sagen, dass ich und die Kinder jetzt nur noch federleicht durch den Schulalltag schweben und alle Probleme gelöst sind. Doch es hat sich etwas verändert und ich bin einen Schritt näher an der Lehrperson dran, die ich sein möchte. Mehr dazu, was wir genau gemacht haben, liest du im nächsten Blogpost.
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